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| Autor | Theilmeier Garten- & Landschaftsbau |
| Datum | 10 / 2026 |
| Original | www.theilmeier.de |
Strategischer Aufbruch in die Zukunft
Wie der Betrieb Theilmeier Garten- & Landschaftsbau den Generationswechsel nutzt
Wenn ein Familienunternehmen wächst und sich weiterentwickelt, geschieht das selten im Stillen. So aber beim Garten- und Landschaftsbau Theilmeier aus Alverskirchen. Hier wird gerade sichtbar, wie Tradition und Zukunft ineinandergreifen – und wie ein Generationswechsel, von Edgar Theilmeier auf Junior Jonas, fast unbemerkt neue Impulse setzt.
Früher Berufswunsch und Backpacking-Phase
Für Jonas Theilmeier stand der Berufswunsch früh fest. „Ich wusste schon in der Schulzeit, dass ich im Garten- und Landschaftsbau arbeiten will – aber nicht, weil es erwartet wurde“, unterstreicht er. Ein Betriebspraktikum in der achten Klasse der Realschule Sendenhorst festigte diese Richtung. Nach der Schule und Ausbildung zum Landschaftsgärtner folgten zwei Gesellenjahre. Diese absolvierte Jonas bei einem regionalen Betrieb im Münsterland und acht Monate als Landschaftsgärtner während einer Backpacking-Phase in Australien. „Die Zeit in Melbourne war eine spannende und lehrreiche Erfahrung, mit der ich bis heute viele schöne Erinnerungen verbinde.“
Investition in eine umfangreiche Qualifikation
Zurück in Deutschland investierte Jonas in Qualifikation: Meister und Techniker in Essen; daran schloss sich ein vierjähriges Vollzeitstudium „Landschaftsbau und -Management“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising an. Seine Bachelorarbeit widmete er einem Zukunftsthema im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus: der Elektrifizierung von Fuhrparks und Maschinen im GaLaBau – inklusive Energieversorgung, technischer Machbarkeit, Umfrage und Zukunftsszenarien. „Elektrifizierung wird kommen, die Frage ist nur wann und wie schnell“, sagt er.
Einstieg in den Familienbetrieb
Parallel stieg Jonas in den Familienbetrieb ein – zunächst unterstützend als Techniker und während des Studiums, seit 2023/24 mit stärkerer operativer Verantwortung. Denn hinter den Kulissen lief ein Prozess, der für mittelständische Betriebe entscheidend ist: die geordnete Übergabe an die nächste Generation.
Zeit und Vertrauen
Für Edgar Theilmeier, der den Betrieb seit Jahrzehnten führt und diesen schon von seinem Vater Wilhelm übernommen hatte, steht dabei Fairness im Mittelpunkt. „Eine Übergabe braucht Zeit und Vertrauen. Mein Ziel ist, dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen und diese auch nach meinem Ausscheiden zukunftsweisend und für meinen Sohn tragbar sind.“ Ab Januar 2025 gingen Unternehmensanteile vom Großvater Wilhelm auf Jonas über, Anfang 2026 folgen Anteile vom Vater. Vertraglich festgehalten ist dabei eine Besonderheit: Vater und Sohn besitzen gleiches Stimmrecht. „Das ist wichtig, damit wir auf Augenhöhe Entscheidungen treffen“, betont Edgar. Mittelfristig will sich Edgar aus dem operativen Geschäft zurückziehen und später beratend wirken: „Ich werde nicht einfach verschwinden – aber ich muss auch abgeben können“, verrät Edgar Theilmeier mit einem Lächeln.
Klare strategische Neuausrichtung
Mit der neuen Generation kommt eine klare strategische Neuausrichtung. Weniger große Ausschreibungsprojekte, mehr hin zu Privat- und Gewerbekunden, Direktaufträgen- und Gartenbauaufträgen, die die ganze Bandbreite gärtnerischen Know Hows erfordern. „Der Preisdruck und die Risiken bei großen Ausschreibungen sind enorm“, so Jonas. „Deshalb positionieren wir uns mehr hin zu Auftraggebern privater und gewerblicher Immobilien sowie kleinen und großen Liegenschaften.“ Die Ausbildung bleibt dabei weiterhin ein zentraler Baustein. Als etablierter und mehrfach ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb setzt Theilmeier auf den Nachwuchs – eine der wichtigsten Ressourcen im GaLaBau.
Zu den Größeren in der Region
Mit rund 50 Mitarbeitenden zählt das Unternehmen zu den größeren der Region. Langfristig verfolgt der Betrieb eine strukturelle Vision: die Zusammenführung von Lager und Verwaltung am Standort Alverskirchen. „Das wird nicht morgen passieren, aber perspektivisch ist das nötig“, sagt Jonas. So zeigt Theilmeier, wie ein Generationswechsel mehr sein kann als reine Nachfolge – nämlich ein strategischer Aufbruch in die Zukunft.